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Essen in der Savanne

Das Mama Africa am Wallgässchen

Der Sommer hat sich bis auf einige aberwitzig warme Tage offensichtlich schon gen Süden verzogen. Wer es sommerlich haben möchte, muss also entweder der warmen Jahreszeit hinterherreisen oder den Süden in unsere Regionen holen. Klingt Ersteres etwas zeitaufwendig, ist Variante zwei schneller durchführbar. Für einen Besuch im Süden genügt der Spaziergang zum Wallgässchen und die Einkehr ins Mama Africa.

Die sommerliche Verwandlung macht der Gast schon beim ersten Schritt über die Schwelle mit. Ins Restaurant eingetreten, fühlt man sich augenblicklich in andere Sphären versetzt. Eine unterhaltsame Mischung aus Erlebnisrestaurant und Dschungel-Lodge lässt all jene, die sich auf ein optisches Feuerwerk einlassen wollen, einen Sprung auf den afrikanischen Kontinent wagen.

Zwischen Elefanten und Palmen auf einer der verschiedenen räumlichen Ebenen zu speisen, kann wirklich amüsant sein. Zumal das flinke Personal dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet. Aber auch der Blick in die Speisekarte verspricht kulinarische Abenteuer. Eine Kraftbrühe vom Krokodil mit Palmenherzen und rotem Wildreis (2,95 Euro) könnte erst einmal weiterhelfen. Eines der leckeren Dju-Dju-Biere tut wenige Minuten später sein Übriges, um die europäisch eng sitzende Krawatte etwas zu lockern und ganz allmählich in leicht beschwingte Sommerlaune zu gleiten. Bei der Vielzahl kulinarischer Extravaganzen fällt die Auswahl nicht leicht. Dem neugierigen Gaumen sei eine gemischte Grill-Platte empfohlen, die nicht nur Augen-, sondern auch und vor allem ein wahrer Gaumenschmaus ist. Zart gebratenes Fleisch von Strauß bis Krokodil kann mit den unterschiedlichsten Beilagen, wie Süßkartoffeln, Kokosreis, Maisfladen oder Kartoffelecken und Gemüse gewählt werden. Doch auch die vegetarischen Gerichte sind des Kostens mehr als wert. Couscous mit Gemüse (8,10 Euro) oder Milipap, der typisch afrikanische Maisbrei mit Zucchini, Tomaten und Mango (7,10 Euro), machen satt und glücklich. So satt übrigens, dass zwischen dem Hauptgang und dem Dessert ein wenig Bewegung guttut. Wie passend, dass an jedem Samstag im Mama Africa eine Liveband im wahrsten Sinn des Wortes heiße Rhythmen spielt. Nach einer Runde Hüftschwingen und einem Gespräch mit dem hauseigenen Medizinmann darf es später gern noch eine frittierte Kokosbanane sein. Immerhin sind wir ja im Sommerurlaub – im Mama Africa.

F. Lodhäst

Mama Africa Wallgässchen 2, 01097 Dresden, Mo bis Fr 17 bis 1 Uhr, Sa, So und Feiertag 11 bis 1 Uhr, Telefon 5 63 56 56
www.mama-africa-restaurant.de

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