

Jane Goodall´s Geschichte
»Wir stehlen die Welt von unseren Kindern«: Die zarte Person mit sanfter Stimme und eisernem Willen legt den Finger auf die Wunde. Als junge Frau entdeckte Jane Goodall in Tansania ihre Liebe zu Schimpansen, erforscht seither deren Verhalten. Aber das reicht ihr nicht, sie will mehr, die Menschen aufrütteln und sie sensibilisieren für den Schutz der Umwelt, von Tier und Natur. Ihr »Jane Goodall Institute« ist inzwischen eine weltumspannende Organisation, ihr Programm »Roots & Shoots« für Kinder und Jugendliche hat Gruppen in 120 Ländern.
Der Dokumentarfilm begleitet die heute 76-jährige britische Aktivistin an die Orte ihrer Vergangenheit und bei ihren Lese- und Vortragsreisen, bei denen sie immer versucht, Geld für den guten Zweck aufzutreiben, zeigt sie als UN-Friedensbotschafterin im Kongo und bei den indianischen Ureinwohnern der USA, entführt den Zuschauer von Afrika nach Nordamerika, Europa bis hin zu den schmelzenden Eisbergen von Grönland, wirft aber auch einen Blick zurück auf ihr privates Leben. 300 Tage im Jahr ist sie unermüdlich unterwegs. Das stimmige Porträt dieser ungewöhnlichen Frau ist auch ein Adieu an unseren dem Untergang geweihten Planeten, auch wenn Goodalls Autobiografie »Reason for Hope« heißt.
Margret Köhler
Jane´s Journey
BRD 2010 Regie und Drehbuch Lorenz Knauer, zu sehen im Programmkino Ost
www.janes-journey-film.de