

Umbra Et Imago am 4. September in der Reithalle Dresden
Kaum zu glauben, aber das die Sexualität der Dreh- und Angelpunkt unseres Seins ist, stammt von Sigmund Freud. Das haben sich auch Umbra Et Imago zu Herzen genommen und verpacken sadomasochistische Phantasien in künstlerische Texte. Man erwartet jetzt wild um die Ohren geworfene Bässe und krächzende Stimmen, die einem aus der Hölle kommend befehlen, sich zu unterwerfen. Überraschenderweise geht das Musikalische recht leise und eindringlich daher. Ohne Sprechgesang und melodischen Frauengesang im Hintergrund kommen natürlich auch diese Herren (und die Dame) nicht aus.
Schräger und unterschwelliger Humor macht sich breit, ziemlich bösartige Spiegelungen unserer Gesellschaft sind genauso Bestandteil ihrer Texte, wie zynische Selbstironie. Die Bühnenshows sind bis heute umstritten. Man erinnert sich ein wenig an Rammstein, die immer noch die Menge spalten, allerdings auch mit ihrem Erfolg ein hämisches Grinsen auf die Kritiker nieder prasseln lassen. Umbra Et Imago arbeiten ebenso gern mit Pyroelementen, setzen aber noch ein wenig sexuelle und sadomasochistische Elemente oben drauf. Nackte Haut ist dabei Selbstverständlichkeit.
Die Maskerade, wie die Aufmachung wirken überspitzt und ironischer Weise wie gemacht. Aber am Ende ist es genau dieser Zwiespalt, mit dem Umbra Et Imago bevorzugt spielen will.
Jenny
Umbra Et Imago 4. September, Beginn 20 Uhr, Eintritt 23,50 Euro, Reithalle, Straße E, Werner-Hartmann-Straße 2, 01099 Dresden
www.strasse-e.de