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Handgemachter Akustikpop

Am 8. Februar ist Alin Coen zu Gast in Hellerau

„No Country For Old Men“, „The Big Lebowski“, „Burn After Reading“: Liest man den Nachnamen Coen, muss man unweigerlich an die amerikanischen Filmemacher-Brüder denken. Von sanftem Akustikpop mit deutschen Texten könnte die Assoziationskette kaum weiter entfernt sein – oder doch nicht?

Alin Coen, die in Hamburg geborene Tochter einer Deutschen und eines Mexikaners, ist noch keine dreißig Jahre alt, gilt aber schon als „charmantester Tupfer der neuen deutschen Innerlichkeit in der Musik“, so die Badische Zeitung. 2003 zieht die Singer/Songwriterin zum Studieren nach Weimar. Dort lernt sie Jan, Philipp und Fabian kennen, mit denen sie vier Jahre später die Alin Coen Band gründet. Mit ihren leicht melancholischen, folkigen Songs wird die Sängerin bei der Berliner Online-Musiksendung TV Noir bekannt. Alins besondere Stimme und ihre poetischen Texte („Und wenn du dann gehst,

schau ich dir nach, schau wie das Ende verdreht, was der Anfang versprach.“) erobern die Herzen der Zuschauer – auch auf Konzerten, bei denen das Quartett Starsailor, Philipp Poisel oder Amos Lee 2009 als Vorband unterstützt.

Bei einem dieser Auftritte fällt der Moderatorin Ina Müller das außergewöhnliche Talent der jungen Musikerin auf: Eine Einladung zur ARD-Sendung „Inas Nacht“ folgt im Herbst 2010, die Alin und dem gerade erschienenen Debütalbum „Wer bist du?“ einen Bekanntheitsschub verpasst (You Tube verzeichnet in den 24 Stunden nach der Ausstrahlung 40.000 Plays für Alin-Coen-Videos). Man gönnt diesen Erfolg den Künstlern erst recht, wenn man weiß, dass sie ihren Erstling auf einem selbst gegründeten Label veröffentlicht haben: Pressung, Artwork, Tour, Internetpräsenz – alles haben die Vier eigenständig in Auftrag gegeben oder selbst organisiert.

Nach Dresden allerdings wurde Alin eingeladen: Die Musikreihe Feature Ring holt sie ins Festspielhaus Hellerau, wo sie zusammen mit dem Ring-Trio um Simon Slowik, Demian Kappenstein und Felix Otto Jacobi sowie einem Streicherquartett auftreten wird. Danach heißt es wieder DIY.
Anne Kohlick

Feature Ring mit Alin Coen 8. Februar, 20 Uhr, Festspielhaus Hellerau,
www.alincoen.com

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