10 Jahre, 10 Acts, 12 Stunden

Das Click Clack Open Air geht am 2. Juli in die zehnte Runde

Steffen Berkhahn alias Dixon meinte einst im Interview mit der Welt: „Nachtleben heißt, vergessen, was Montag bis Freitag war.“ Insofern bleibt zu hoffen, dass das Credo das selbe ist, wenn der Herr aus Anklam seine Grooves, die sich im weitesten Sinne zwischen House und Techno bewegen, zum Click Clack tagsüber und unter freiem Himmel von der Leine lässt.

Aber Dixon ist ja flexibel. Das begann schon als Jugendlicher, als er ursprünglich eine Fußballkarriere in Angriff nehmen wollte, von selbigem Vorhaben jedoch verletzungsbedingt absah (für einen DDR-Jugendmeister-Titel im Langlauf kurz vor dem Fall der Mauer hat es aber dennoch gereicht). Seit Anfang der 90er Jahre wendet sich Dixon aber hauptsächlich dem eingangs erwähnten Nachtleben in Form von ungemein tanzbaren Sets rund um den Globus zu. Da stellt sein Zwischenstopp beim Click Clack in Dresden durchaus eine Audienz besonderen Ausmaßes dar, denn sonst ist Dixon eher viele Flugstunden von der sächsischen Landeshauptstadt entfernt anzutreffen.

Aber der Anlass ist ja auch gewichtig, denn das Click Clack Open Air feiert sein zehnjähriges Bestehen. Grund genug für die Veranstalter, zwölf Stunden lang zehn Acts durch die Boxen marschieren zu lassen und das Gelände der Showboxx von zehn Uhr Vormittags bis zehn Uhr Abends in einen Spielplatz für die Großen zu verwandeln.

Neben Dixon werden dafür noch neun weitere Acts sorgen, denen man in jedem Fall durchgängig massive Konditionen an den Reglern bescheinigen kann. Mit dabei sind Robag Wruhme und Monkey Maffia mit ihrem 2009 schon mal auf Eis gelegtem Projekt Wighnomy Brothers. Auf dem Plan steht ebenfalls der äußerst umtriebige und vielseitige Henrik Schwarz, der bereits Ballettproduktionen im Berghain mit Sound unterlegt hat oder mit Live-Band und Orchester zu erleben war.

Kristian Beyer und Frank Wiedemann a.k.a. Âme sind ebenfalls dabei, um mit Dixon, ihrem Komparsen beim gemeinsam Label Innervisions (bei dem auch schon Henrik Schwarz veröffentlicht hat – von Zusammenarbeiten mit Dixon und Âme mal ganz abgesehen), für tanzende Hochgefühle zu sorgen.

Kurzum: Beim diesjährigen Click Clack treffen wieder viele Freunde auf noch mehr Fans. Der Vollständigkeit halber seien die weiteren Highlights wie Jan Blomqvist, Dirty Doering und Bebetta neben dem lokalen Support in Form von Kike am Radar und Gunjah nur tickermäßig, aber dennoch als Empfehlung erwähnt. In voller Länge gibt’s das Ganze dann ja aber am 2. Juli.
Thomas Natzschka
 

10. Click Clack Open Air 2. Juli, 10 bis 22 Uhr, Showboxx
Ticket: www.saxticket.de
www.showboxx.de