

Christian Zehnder Quartett
Beehover beehren die Scheune zum 8. September
Das etwas andere Bienensurren bekommt man heute Abend um die Ohren geknallt: es handelt sich dabei um die nicht nach Hummeln aussehenden sypmathischen Herren aus Esslingen. Beehoover nennen sie sich und trotz ihrer selbstgewählten, minimalistischen Instrumentalbesetzung, machen sie Krach wie sechs Millionen Bienen (wir gehen jetzt einfach davon aus, dass diese Anzahl eine Menge Lärm macht). Gerade einmal mit Schlagzeug und Bass bewaffnet, reiten sie einher wie die musikgewordenen Apokalyptischen Reiter. Und weil sie sich nicht auf ihrem neugewohnenen Ruhm, der mit „Heavy Zoo“ daher kam, ausruhen wollen, hauen sie gleich „Concret Catalyst“ hinterher. Eine Menge Metal, eine Menge Noise und eine Brise Stone sind die gewohnten und einschlägigen Stile, die Beehover zusammenmischen und den Fans wie Honig ums Maul schmieren. Da eben dieses Honigschmieren über Aufnhamen so schlecht geht, nehmen es sich Beehover nicht, stattdessen live einen Schwall der Begeisterung loszutreten. Ganz kräftig und nur ausnahmsweise werden sie dabei heute von gleich zwei Helfern unterstützt: Es präsentieren sich zu einem Rising aus dem wunderschönen Dänemark und Turbophob, ebenfalls aus Deutschland. Das Kopenhager Trio Rising hatte 2009 seine Erstveröffentlichung, was ihnen einiges an Anerkennung durch die einschlägige Presse brachte. Ihr Stil ist ungefähr so tiefschwarz wie Druckertinte. Turbophob kommen am Anfang eventuell etwas ruhiger daher, als die anderen beiden Bands, allerdings ist deren Sound so ungewohnt ungewollt, dass es am Ende keinen Unterschied mehr macht, wer eigentlich der Durchgeknallteste der Protagonisten ist.
Jenny
Beehoover 8.September 20 Uhr, Scheune
www.scheune.org