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unhappybirthday (D) Vergrößern

Unhappybirthday (D)

20190206

6. Februar 2019

21.30 Uhr (Einlass 2ß.30 Uhr)

Dresden, Ostpol

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7,80 € inkl. MwSt.

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Sirup, Schauer, Schaum. –
Alle drei Jahre ein neues Album, ein neuer Zyklus. Für eine derart junge Band wie unhappybirthday ein ungewöhnliches Schritttempo, doch scheint dieses ganz Teil ihres anachronistischen Wesens zu sein. Anders als das Gros der Bands, das zeitgleich mit ihnen um 2010 herum als jüngste Generation der von Beggars Banquet, Factory und ZickZack - Beseelten auf die Bühne trat, liehen sie sich Synthesizer und Drummachine nicht für bloße Ironie und wütend-auflehnerisches Ungefähr.
2015 erschien das letzte unhappybirthday Album, Schauer, beeinflusst von Georges Perecs Roman "Un Homme Qui Dort", einer Meditation eines jungen Mannes über seinen Stillstand, über Melancholie und Indifferenz. Mit diesem wagten sie es, dem Jangle-Pop bedenkenloser Jugendtage Ernst und Aufrichtigkeit zurückzugeben; Haltungen die in heutiger Zeit fast überkommen scheinen.
Schaum jetzt ist das erste Album des Trios, das ohne die Zuhilfenahme eines Tape-Recorders entstanden ist. In enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten Jonas Meyer ist der Sound erwachsen geworden und aus dem Firnis des ehemals rauhen Lo-Fis brechen nun komplexe Räumlichkeit und ungeahnte Souplesse. Klar wie nie zuvor beschwört der trockene Bariton Daniel Jahns Bilder von diesigen Sommerabenden und nebelfeinem Regen, der verdampft, ehe noch er auf heißen Asphalt fällt. Tobias
Rutkowski speist seine Gitarre mit einer zuletzt bei den Cocteau Twins so tiefempfundenen Sehnsucht und Diana Kim, 2017 hinzugekommene Bassistin, setzt dem sphärischen Keyboardspiel mit viel Eigensinn und K.rpergefühl ein neues Gewicht gegenüber.
Wäre Schaum eine Person, der man begegnet ist, fände man sich hingerissen und gleichzeitig hilflos in der Unmöglichkeit wieder, den Zauber mit Worten zu fassen: Je ne sais quoi.
Die acht neuen Stücke ähneln am ehesten Shoegaze, durchzogen sind sie jedoch von einem gekonnt extrahierten Formgefühl der Achtziger; einer diaphanen Essenz, die weniger in den konkreten Einzelteilen zu finden ist, als dass sie aus der Gesamtheit aufsteigt.