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Cybersax | Events / Kultur | 14.07.2010 | 14:17 Uhr

Mehr als "nur" Filme

Die Filmnächte am Elbufer in der 20. Saison vom 15. Juli bis 12. September

Der Titel ist einfach, einen kleinen Überblick über die Highlights der Filmnächte zu geben, ist es nicht. Mittlerweile 20 Jahre gibt es sie nun schon. Ein Jubiläum, dass gefeiert werden will und ganz im Sinne dessen, teilen die Veranstalter ein besonderes Geschenk mit den Besuchern: das Filmnächte Wohnzimmer. Das Areal bietet 5x2 Gästen pro Film ausgedehntes Wohnzimmer- Feeling mit entsprechenden Sitzmöbeln und Ambiente. Zum kostenlosen Eintritt kommt ein Getränk aufs Haus und ein Servicetelefon, wo entsprechende Getränke- und Speisenwünsche geäußert werden können. Die Bewerbung findet auf der Homepage der Filmnächte statt, ausgelost wird per Zufallsgenerator. Das ist natürlich ein besonderes Schmankerl, aber es gibt bei weitem noch mehr. 

Insgesamt können sich die Besucher auf 63 Filme, neun Konzerte und vier Partys stürzen. Darunter befinden sich, zum Beispiel, zwei Filmpremieren. „Das Leben ist zu lang“ von Dany Levy beehrt die Landeshauptstadt und die Oper „Hunter’s Bride/ Der Freischütz“ wird ebenfalls eine Weltpremiere haben. Aber einfach eine Oper auf Leinwand zu bringen, was an sich schon eher ungewöhnlich ist, war den Organisatoren Matthias Pfitzner, Jörg Polenz und Johannes Vittinghoff zu einfach. Ein außergewöhnliches Paket sollte daraus gemacht werden. Auf dem Rücken der eigentlichen Leinwand wird eine zweite Leinwand gezogen, die die Oper, wenn man so will, in das Zentrum Dresdens projiziert. Hinzu kommt eine qualitativ hohe Tonanlage und schon haben alle Dresdner eine Oper im Ohr. Die Brühlsche Terrasse soll hierbei Hauptteil der herrlichen Kulisse sein. Die Veranstaltung ist kostenlos, selbst zufällig Vorbeispazierende sind also Teil dieser Premiere. Genannt wird das die „Dresdner Nacht der Oper“.

Neben einem hiesigen Genre-Mix an Filmen, können sich Feierwütige auch wieder auf den vier Partys austoben. Traditionell dabei ist die „Dirty Dancing“-Party, aber auch die „Sex and the City“- Party muss erwähnt werden. So wie im zweiten Teil, soll auch die Filmparty unter dem orientalischen Motto stehen. Frauen dürfen sich auf Schmuck, Schuhe und sogar Kamele freuen. Wie Jörg Polenz zur Pressekonferenz schmunzelnd hinzufügte, sollten sich aber auch die Herren der Schöpfung zum Event trauen: das Übermaß an Frauen sei ein herrliches Erlebnis für das Männerherz- und auge.

Alles aufzuzählen, würde den Artikel sprengen, aber dem Leser soll noch der 17. Juli ans Herz gelegt werden. Der Original „Dracula“ aus dem Jahre 1931 ist schon allein eine Filmperle. Hinzu kommt allerdings, dass jener bis 1999 keinen Soundtrack besaß. Philip Grass wurde schließlich verpflichtet, ein angemessenes Soundkostüm zu schneidern und er wird es auch sein, der es live während des Films umsetzt. Glanzvolle Unterstützung bekommt er dann vom Kronos Quartett aus Kalifornien.

Die Kurzfilmnacht, die erste Jazzsommernacht, das a-ha- und Udo Jürgens-Konzert und weitere zahlreiche, großartige Filme durchziehen das Programm der Filmnächte wie ein roter Faden. Für das Nichterwähnen der anderen Schätze entschuldigen wir uns höflichst und bitten gleichzeitig um einen Blick auf die Homepage oder das Filmnächte-Magazin.

Gebührende Anerkennung kann natürlich nur durchs Hingehen gezollt werden – das versteht sich von allein.
Jenny Trautmann

Filmnächte am Elbufer 15. Juli bis 12. September, Königsufer
www.filmnaechte.de

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