Ganz gut durchgeschwungen

Der Swingball zum Ende der Jazztage Dresden

Foto: Norbert Scholz

Fünf Jahre ist es schon her, dass es zum Finale der Dresdner Jazztage einen Ballabend gab. Da wurde es Zeit für eine Neuauflage, auch wenn es am Sonnabend nur eine etwas eingedampfte Variante war im großen Saal des Parkhotels.

Die hierfür eingeladene Mischung aus heimischer und benachbarter Kapelle ging auf - Harlemania aus Prag und die Dresdner Werkstatt Bigband gaben sich im Wechsel die Ehre. Höhepunkt war zweifellos der Auftritt vom deutschen "Mr. Sinatra", Tom Gaebel, der mit dem Werkstatt Ensemble einen etwas kurzen, aber sehr schwungvollen Beitrag zum Besten gab. Leider war sein Auftrittsende auch für viele Gäste das Signal zum Aufbruch. Und auch musikalisch wurde es im Programm nicht aufregender.

Da man das Thema Swingball 2017 aber nicht nur fortführen, sondern sogar ausbauen will, ist hier noch Raum für Verbesserungen im Ablauf. Dass es trotzdem gefallen hat, ließ sich am äußerst tanzwilligen Publikum ablesen. Nur das Flanieren fehlte. (Da müsste man auch mal auf der eigenen Homepage den Text aktualisieren.) Im übrigen ließ sich aus geheimen Quellen erfahren, dass die Dresdner Swingbrigade "Hepcats" am Samstag ebenfalls zum Tanz einlud - eine Terminüberschneidung, die sich vielleicht nicht unbedingt wiederholen sollte.

Nach dem opulenten und abwechslungsreichen Programm der Jazztage 2016, konnte der Swingball leider nicht viel davon präsentieren, war aber ein insgesamt angenehmer Ausklang. Wobei unter jazztage-dresden.de auch noch einige Dezemberangebote zu finden sind. Man darf auf die neue Saison im November 2017 gespannt sein, und bis dahin könnte man zum Swingen ja nach Radebeul ins Ollywood fahren. (Bitte googeln sie selbst - zwinker, zwinker.)
Norbert Scholz

Swing Ball 26. November 2016, Parkhotel
www.jazztage-dresden.de