Nachdenken und Hinterfragen

Die ersten Kurdischen Filmtage in Dresden

Szene aus dem Film "Bakur".

Vom 3. bis zum 5. März widmen sich die ersten „Kurdischen Filmtage Dresden“ im Thalia der Geschichte und Gegenwart der kurdischen Bevölkerung – einer gespaltenen und unterdrückten Bevölkerung.
Im Jahre 1916 wurden die kurdischen Siedlungsgebiete auf vier Nationalstaaten verteilt. Seitdem sind die Kurden in der Türkei, im Nord-Irak, im Iran und in Nord-Syrien eine verfolgte und vertriebene Minderheit. Leid, Missachtung und Unterdrückung bestimmen ihr Leben, ihre Kultur und ihre Sprache. Trotz alledem haben sie die Hoffnung auf Frieden und Freiheit nicht verloren und sind bereit, dafür zu kämpfen.

Und dieser Kampf wird auch mit kulturellen Mitteln geführt, wozu natürlich unbedingt auch der Film gehört. Zahlreiche kurdischen Spielfilmen sowie unzähligen Kurz- und Dokumentarfilme zeugen davon. Viele dieser Werke thematisieren nicht nur schonungslos die kurdische Realität, die von Vertreibung, Folter, Flucht und Menschenrechtsverletzungen geprägt ist, sondern auch den Kampf das Eintreten für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben, und sie zeigen hoffnungsvolle Zukunftsvisionen auf.

Die ersten „Kurdischen Filmtage“ möchten mit ausgewählten Streifen der Dresdner Öffentlichkeit diese Realität vor Augen führen und zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Es werden kurdischen Spiel- und Dokumentarfilmen gezeigt, welche die historischen und gegenwärtigen Ereignisse aus allen vier kurdischen Gebieten thematisiereen. Krieg, Machtpolitik, gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, Menschenrechtsverletzungen, Widerstand, aber auch die kurdische Frauenbewegung in den Guerilla-Einheiten sowie einzelne Schicksale stehen dabei im Mittelpunkt. Infos zu den einzelnen Filmen gibt es hier.

Der UTA Frauenrat Dresden, das Internationalistische Zentrum Dresden und die Fachstelle Jugendhilfe des Kulturbüros Sachsen e.V. lädt mit diesen Filmtagen nicht nur zu spannenden und aufrüttelnden Filmen ein, sondern auch zu anregenden Diskussionen. Im Vorfeld gibt es ein Warm-Up-Programm mit Vorträgen, einer ersten Filmvorführung am 1. März im Projekttheater Dresden und einer Comicvorstellung des italienischen Künstlers Zero Clcare am 2. März in der Hole of Fame.

1. Kurdische Filmtage Dresden 3. bis 5. März, Thalia Kino
www.kurdischefilmtage-dresden.de