

Eine Spielbrett-Premiere am 7. März im Theater Junge Generation
Mit der Inszenierung der "Ein€Oper" wagt sich Spielbrett in unbekannte Gefilde. Die Premiere am 7. März im Theater Junge Generation ist der Höhepunkt eines Projektes, bei dem sowohl Mitglieder der Theatergruppe als auch Menschen mit Behinderungen spielen und singen.
Über das vermeintliche Problem der Behinderung wurde schon viel geredet und diskutiert. Die Spielbrett-Antwort auf die Frage: „Wie gehen wir mit Behinderung um?“, lautet: Integration. Auch das ist ein starkes Wort unserer Zeit. Aber Spielbrett meint: Es ist ein „normales“ Stück.
In der Zusammenarbeit von Behinderten und Nichtbehinderten wird versucht, Normalität zu schaffen, die während des Probenprozesses von der Gruppe gelebt und in der Aufführung auch dem Publikum bewusst wird. Ziel dieses integrativen Theaterstückes ist nicht die Zur-Schau-Stellung der Behinderung, sondern der Umgang mit ihr. Als Vorlage dient die Bettleroper von John Gay. Ein Stück, das ebenfalls nicht die große Masse der „Normalbevölkerung“ unter die Lupe nimmt, sondern sogenannte Randgruppen.
Dabei nennt sich die "Ein€Oper" ein "Spiel mit Gesang für soziale Härtefälle und Randgruppengeschädigte". Die Handlung: Der gesuchte Schwerverbrecher Macheath hat geheiratet. Ausgerechnet die Tochter seines ärgsten Feindes, des mächtigen Bettlerkönigs Peachum. Damit beginnt für alle Beteiligten der Kampf ums Überleben. Der Polizeichef Lockit fürchtet um seinen Kopf, wenn er seinen alten Kriegsfreund Macheath vor Peachum schützen will. Was wiegt mehr: Loyalität oder die eigene Existenz? In einem nur allzu gegenwärtigen Konkurrenz- und Existenzkampf stehen sich Geschäftsleute und Bettler, Behinderte und Nichtbehinderte, Diebe und Huren gegenüber. Hochaktuell, brisant und übertragbar auf unsere zeit, denn was wir im Grunde alle wollen, sind Aufmerksamkeit, Zuneigung und Menschlichkeit.
Ein€Oper 7. März, 19.30 Uhr, Premiere der Theatergruppe Spielbrett am Theater Junge Generation
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