SaxTicket – Der Kartenschalter in der Schauburg

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Wanda (A) Vergrößern

Wanda (A)

20200912

12. September 2020

19 Uhr (Einlass 18 Uhr)

Dresden, Freilichtbühne Junge Garde

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42,88 € inkl. MwSt.

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Wanda haben ihre eigene Sprache gefunden. Sie können auf eigene Chiffren zurückgreifen und auch auf eigene Kunstgriffe. Sie besitzen ein sehr gutes Gespür dafür, wie ein Song aufgebaut sein muss. Das führt zu einem Aktivposten, den längst nicht alle Bands besitzen. Das Entscheidende ist aber, dass Wanda diesen Aktivposten nicht überstrapazieren. Sie bemühen sich, ihm Neues an die Seite zu stellen. Auf dem letzten Album klappte das ganz gut, Wanda strichen ihre Musik mit Teerfarbe an, sie klang nicht mehr nach dem Exzess, sondern eher nach dem Morgen nach der Rauschmittelnacht. Müde, aber nicht ohne Hoffnung. Zerstört, aber in dem Wissen: Das Leben, dieses eigenartige Ding, verfügt über Reserven, die dafür sorgen, dass nach einer Weile alles wieder im Lot ist. Das scheint nun der Fall zu sein, und Wanda laufen mit aufgerissenen Augen durch die Welt.

CIAO! ist eine irre musikalische Platte in dem Sinne, dass sie nach links und nach rechts und nach oben und nach unten schaut. Die Band hat ihre Beatles studiert, sowohl „Ein komischer Traum“ als auch „Swing Shit Slide Show“ und „Gerda Rogers“ atmen den Geist von SGT. PEPPER’S. Vielleicht auch „Vielleicht“ mit seinem schönen Kurt-Sowinetz-Verweis, wobei das dann eher an Klaatu erinnert, von denen man ja seinerzeit dachte, sie wären die Beatles.

Wanda üben sich aber auch in Zappel­funk, in Powerpop, in sweetem Sixties-Pastiche und in Seventies-Gesten. Bisweilen wirkt dieser Stilmix etwas erratisch, zumal Marco ­Michael Wandas Wortschatz das Konkrete verlassen hat. Die Slogans sind weniger geworden. Er lädt stattdessen vermehrt zu Assoziationen ein.