Abstand + Nähe

22. Dresdner Schmalfilmtage – Ein Festival für 8- und 16mm-Film

Foto: Andreas Seeliger

Das ambivalente Motto der diesjährigen Dresdner Schmalfilmtage – Abstand und Nähe – hat uns nicht nur über die letzten anderhalb Jahre begleitet sondern verweist auch auf eine grundlegende Frage des Filmemachens: Nahaufnahme oder Totale, Tele- oder Weitwinkeleinstellung. Vier Tage lang widmet sich das Festival in der Motorenhalle diesem und anderen Themen, etwa dem Spannungsfeld zwischen digitalem und analogem Film oder auch Grenzüberschreitungen zwischen Film, Musik, darstellender Kunst, Poesie.

Neben den internationalen Wettbewerben – von »Found Footage« über »Super 8/16« bis zu »Livevertonung« – wartet ein spannendes Programm auf alle Schmalfilmbegeisterten. In der »Länderreihe Tschechien« werden vor allem Arbeiten junger Filmemacher:innen präsentiert, die den analogen Schmalfilm als Ausdrucksmedium im Kontext eines Film- oder Kunststudiums nutzen. Eine Retrospektive ist der Filmemacherin Elfi Mikesch gewidmet, und zwar zeitlich parallel entstandene jedoch zwei völlig unterschiedliche Lebenswelten spiegelnde Filme sind in den Programmen »Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets« und »Amateurfilm in der DDR – Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn« zu sehen.
Daneben gibt es unter anderem multimediale Performances und Workshops, und die Festivallounge lädt täglich zu Begegnungen in der Runden Ecke am Kulturforum ein.

Alle Veranstaltungen können übrigens nicht nur ganz NAH vor Ort erlebt sondern auch mit ABSTAND vom heimischen Sofa aus verfolgt werden.

Angela Stuhrberg

22. Dresdner Schmalfilmtage 16. bis 19. September 2021, Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a
www.schmalfilmtage.de