LOL 2.0
Feel-Good-Movie mit Generationenkonflikt
Die Fortsetzung kommt spät, aber sie kommt. 2008 sorgte Sophie Marceau als Mutter von Lola (Christa Theret) für Furore, die Komödie »LOL (Laughing out Loud)« galt als eine moderne Variante des legendären französischen Teeniefilms »La Boum – Die Fete«, in dem die Französin eine ganze Generation begeisterte, die heute noch bei »Dreams are my reality« ganz nostalgisch wird. Jetzt ist sie als Anne über 50 und als Frau in den besten Jahren ganz vorne dabei.
Im Mittelpunkt steht die damals in »LOL« zehnjährige Tochter, die 23-jährige Louise (Thaïs Alessandrin), die unter Liebeskummer leidet, hat ihr Freund sie doch den ganzen Sommer lang betrogen, und beruflich läuft‘s auch nicht sonderlich gut. Da geht‘s zurück zur Mama, die sich nicht gerade unbändig über die neue Mitbewohnerin freut. Trotz Konkurrenz will sie noch Karriere machen, endlich Unabhängigkeit genießen und nicht wieder Mutterpflichten nachkommen. Als der Sohn ihr dann eröffnet, dass er Papa wird, packt sie die Panik. Oma, das hört sich alt an, dabei will sie doch noch auf dem Liebesparkett eine »bella figura« machen, mal nicht mit einem jüngeren und knackigen Lover, sondern es mit einem gleichaltrigen versuchen. Und schon läuft ihr ein attraktives Exemplar dieser Gattung über den Weg. Das neue Objekt der Begierde darf auf keinen Fall erfahren, dass sie Oma wird, schließlich gilt die Devise »forever young«.
Wie sich Mutter und Tochter durch die Gefühlswirren lavieren, ist nett und fröhlich inszeniert. Man schaut dem Treiben zwischen Selbstzweifeln und Selbstbestätigung gut gelaunt zu, auch wenn die Story stark an der Oberfläche plätschert, obgleich sich alle mit kleinen oder großen Kümmernissen herumschlagen und nach dem Sinn des Lebens und der Liebe fragen. Nicht alles verläuft nach Plan. Der Generationenkonflikt ist zwar da, wird aber nicht tiefgründig problematisiert, schließlich ist »LOL 2.0« ein Feel-Good-Movie.
Margret Köhler
LOL 2.0 Frankreich 2025 • Regie: Lisa Azuelos
mit Sophie Marceau, Thaïs Alessandrin, Vincent Elbaz, Françoise Fabian
Programmkino Ost, CinemaxX, Rundkino
