Hoffnungsvolle Lyrik
Pippa am 10. März im Ostpol
Philippa »Pippa« Galli gehört seit Jahren zu den interessantesten Stimmen im österreichischen Indie-Pop. Sie schreibt über das Innenleben junger Erwachsener, über Unsicherheit, Sehnsucht und das Bedürfnis, gehört zu werden. Neben ihrer Musik steht Pippa auch als Schauspielerin und Sprecherin auf der Bühne – und diese Vielseitigkeit prägt ihren Stil. Denn sie erzählt in Bildern, die poetisch wirken, aber nie abgehoben.
Und Pippa hat ein Händchen für poppig-eingängige, tanzbare Melodien. Ihr Signaturklang wagt sich mitunter in die Sphären der experimentellen Elektronik, um in anderen Momenten einem ruhigen Instrumentalteppich Platz zu machen, auf welchem sich nachdenkliche, aber stets hoffnungsvolle Lyrik bettet. Manchmal so geradeheraus, dass es zugleich befreit und Angst macht, ein anderes Mal abstrakt, fast märchenhaft erzählt Pippa aus ihrer Welt, die einem plötzlich ganz vertraut erscheint.
Dass Pippa sich nicht mit einem geradlinigen Leben in der Komfortzone zufriedengibt, beweist sie mit ihrer Single »Nichts Tun«, einer Anti-Hymne und Ode an alles, was in unserer Leistungsgesellschaft keinen Platz haben darf. Pippa schaufelt ein Tabu frei, dessen Existenz einen so müde machen kann – das Ausruhen.
Mit dem Song «Alles gestohlen« kündigte die Künstlerin schließlich ihr neues Album »Mein schöner Slow Emotion Club« an, mit dem sie am 10. März auch in den Ostpol kommt. JH
Pippa 10. März, 21 Uhr, Ostpol, Karten bei SaxTicket und saxticket.de, Tickets mit print@home
