Zwischen Intimität und cineastischer Weite
Lasse Matthiessen kommt am 15. November ins Alte Wettbüro
Mit seiner neuen Single "I’m Not In Love" eröffnet Lasse Matthiessen ein neues Kapitel, in dem zwei Seiten seines künstlerischen Selbst zusammenfinden: die intime Direktheit seiner Singer-Songwriter-Wurzeln und jene verspielte, elektronische, experimentierfreudige Klangsprache, die seine jüngeren Arbeiten geprägt hat. Sein kommendes neues Album, das 2027 erscheint, führt diese beiden Welten nicht als Gegensätze zusammen, sondern lässt sie ineinandergreifen: warme Melodien, organische Synths, elektronische Bewegung und Matthiessens unverkennbar tiefe Stimme.
"I’m Not In Love" spielt mit einem Moment, der zugleich flüchtig und vollkommen präsent ist: ein Song, der plötzlich wieder auftaucht; Licht, Chrom, Zigaretten, Körper in Bewegung. Aus wenigen Bildern und einer Stimmung entstand im Studio ein Track, der weniger eine lineare Geschichte erzählt als eine Szene öffnet. Im Zentrum steht eine fast komisch hartnäckige Behauptung: I’m not in love. Er sagt es wieder und wieder - als müsse er die Situation unbedingt unter Kontrolle halten. Doch je öfter er es wiederholt, desto weniger glaubt man ihm. Denn während er darauf besteht, nicht verliebt zu sein, tanzt sie langsam, er steht ganz nah bei ihr, spürt ihren Puls, sie sagt seinen Namen. Und plötzlich stellt sich die Frage: Sagt er das eigentlich zu ihr - oder die ganze Zeit zu sich selbst?
Lasse sagt über den Song: “Ich mag diese Spannung: dass die Worte etwas behaupten und die Bilder gleichzeitig etwas ganz anderes erzählen. Er sagt „I’m Not In Love“, während eigentlich alles in der Szene dagegen spricht. Vielleicht ist genau diese kleine Selbsttäuschung der Kern des Songs - und auch etwas von dem Humor darin.”
"I’m Not In Love" ist damit ein erster, pointierter Vorgeschmack auf Matthiessens kommendes Projekt - und auf eine künstlerische Phase, in der er seine melodische Klarheit als Songwriter mit mehr Bewegung, Elektronik und spielerischer Offenheit verbindet.
Lasse Matthiessen ist Däne, lebt zwischen Kopenhagen und Berlin und bewegt sich seit Jahren zwischen klassischem Songwriting, Indie-Pop und elektronischer Klangästhetik. Geprägt von einer Kindheit in Kopenhagens Nørrebro, klassischer Chorausbildung und dem Jazz-Hintergrund seines Vaters, bringt er eine ungewöhnliche Tiefe in seine Pop-Entwürfe: Selbst dort, wo Beats, Synths und elektronische Bewegung stärker in den Vordergrund treten, bleibt seine Stimme der emotionale Fixpunkt. Mit seinem letzten Album "Dreams Don’t Make Noise" (2022) zeichnete sich diese Entwicklung bereits ab: weg vom reinen Singer-Songwriter-Ansatz, hin zu einem organischen Electro-Indie-Pop-Sound aus schimmernden Synths, elektronischen Beats, samtigen Bässen und intimen, urbanen Momentaufnahmen. Support gab es hierzulande u.a. von FAZE Mag, Tagesspiegel, RadioEins, ByteFM, KALTBLUT Magazine und Kulturnews.
Auch live hat Matthiessen sich über die Jahre eine treue Fanbase aufgebaut: Er tourte durch Deutschland, die Schweiz, Österreich, die Niederlande, Dänemark, Polen und Tschechien, spielte Festivals wie Reeperbahn, c/o Pop, Immergut, Mayfield Derby und New Fall Festival und trat als Support für Cari Cari, Clueso, Anna Calvi, Glen Hansard und Suzanne Vega auf. Zudem war er Feature-Künstler bei TV Noir - zuletzt u.a. mit seiner Single “Night Train” (2025).
Lasse Matthiessen 15. November, 19 Uhr (EInlass 18 Uhr), Altes Wettbüro
Tickets bei SaxTicket und Tixforgigs
www.lassematthiessen.com
