Der März ist weiblich

Starke Frauen melden sich zu Wort

Im Monat März vereinen sich traditionell weltweit weibliche Stimmen, um für mehr Sichtbarkeit, Respekt sowie finanzielle Gerechtigkeit und körperliche Sicherheit von Frauen zu kämpfen. So fanden am 1. März zum Equal Care Day bundesweite Events statt, um auf die Unterschiede im Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern (Gender Pay Gap) aufmerksam zu machen und auf die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit. Schon seit 1911 feiern Frauen am 8. März den Internationale Frauentag als weltweiten Aktionstag für Frauenrechte. In 26 Staaten und auch noch in den Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist er gesetzlicher Feiertag. Der Aufruf zu gemeinsamen Aktionen am 8. März steht 2026 unter der Überschrift: Rechte, Gerechtigkeit, Handeln!

Einen Tag später ruft das Bündnis „Enought!“ Frauen weltweit auf, gegen die Bedrohung ihrer Rechte zu streiken und ihre Arbeit niederzulegen: Kein Kochen, Putzen, keine Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Auch in Dresden wird am 9. März durch das Töchter Kollektiv von 16 bis 18 Uhr auf dem Altmarkt zu einer  Kundgebung eingeladen. Vorher soll ein feministischer Schulstreik ausgerufen werden und das Montagscafé im Kleinen Haus widmet sich ebenfalls dem Thema.
Auch in der Kulturszene melden sich im März verstärkt weibliche Stimmen zu Wort.

Über das am 28. Februar gestartete Frauenfestival frau* macht theater im Societätstheater berichtet die SAX bereits ausführlich in der aktuellen Druckausgabe. Parallell dazu findet in den Städtischen Bibliotheken die Veranstaltungsreihe frau* macht buch statt. Los ging es am 3. März in der Zentralbibliothek mit einer Diskussion zum Sachbuch „Ost*West*frau*“ von Franziska Hauser & Maren Wurster. Weiter geht es mit Ulli Lust, die ihr Comicprojekt „Die Frau als Mensch“ in Wort und Bild vorstellt und mit der Archäologin Karina Iwe über den Entstehungsprozess spricht. Für ihr Nachfolgebuch „Schamaninnen“ ist sie übrigens aktuell von der Leipziger Buchmesse für das beste Sachbuch nominiert!

Auch in der Zentralbibliothek zu Gast ist Annett Gröschner mit ihrem Roman: „Schwebende Lasten“, der vom Leben der Kranführerin Hanna Krause und einem Jahrhundert voller Umbrüche erzählt. Veranstaltungen frau* macht theater finden auch in den Zweigstellen statt. So wird in der Bibliothek Blasewitz Sabine Lehmbeck ihren Roman „Benefiz“ vorstellen, ein Plädoyer für die Kraft der Solidarität und das Ausleben von Leidenschaften. Und mit Iunona Gurulis „Brief ohne Absender“ kommt in der Bibliothek Plauen eine migrantische Stimme zu Wort, die von Ausgrenzung und der Suche nach Zugehörigkeit erzählt. Den Abschluss der Reihe bildet am 31. März in der Zentralbibliothek eine Lesung aus Nora Gomringers Roman „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“, worin sie ihrer Mutter ein literarisches Denkmal setzt, das Familien- und Zeitgeschichte miteinander verbindet. Tickets zu den Veranstaltungen frau* macht buch sind online oder an der Service-Theke im Foyer 2. OG des Kulturpalastes erhältlich. Begleitend stellen die Städtischen Bibliotheken zudem eine umfangreiche Medienliste zur Verfügung. Alle Infos unter www.bibo-dresden.de.
IsMa