Elektronische Klangwelten
DAS FESTIVAL DAVE VOM 4. BIS 8. NOVEMBER
Fünf Tage lang wird Dresden wieder zum Experimentierfeld elektronischer Musikkultur, denn vom 4. bis 8. November verbindet DAVE internationale Live-Acts, audiovisuelle Kunst, Klubnächte, Film, Workshops und Diskussionen. Die 13. Ausgabe der „»Dresden Audio Visual Experience« zeigt, wie vielfältig elektronische Musik sein kann – und warum sie längst nicht mehr allein auf die Tanzfläche gehört.
Seit seiner Gründung 2014 sucht DAVE nach neuen Verbindungen zwischen Musik, Bild, Technologie und anderen Kunstformen. Das Festival versteht Klubkultur nicht nur als Ort des Feierns, sondern auch als Raum für künstlerische Experimente, Begegnungen und gesellschaftlichen Austausch. Entsprechend verteilt sich das Programm über verschiedene Spielstätten der Stadt und führt das Publikum vom Konzertsaal über das Kino bis zum Klub und in die Kirche.
Der Auftakt am 4. November führt ins Festspielhaus Hellerau. Bei »DAVE Opening X HYBRID Biennale« treffen elektronische Klänge auf audiovisuelle Inszenierungen. Zu den Mitwirkenden gehören Grand River, Abul Mogard, Myriam Bleau sowie die Dresdner Künstler PARA und elinah. Die Kooperation mit der HYBRID Biennale setzt gleich zu Beginn ein programmatisches Zeichen: Elektronische Musik wird hier als offenes künstlerisches Feld verstanden, in dem Klang, Bild und Raum miteinander verschmelzen.
Am Donnerstag rückt die lokale Szene in den Mittelpunkt. Die Filmreihe »DAVE Music in Motion« präsentiert im Thalia die Premiere von »Love Your Local Network«, einem Film über die Dresdner Klubkulturlegende Büro Paul Fröhlich. Dazu kommen Gesprächs- und Begegnungsformate, die Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen der elektronischen Musik ermöglichen. Workshops bieten außerdem Gelegenheit, selbst Hand anzulegen – etwa beim Löten im Nerdpol oder beim Austausch über Künstleridentität und Musikbusiness.
Am Freitag verbindet »Faculty & Frequency« an der TU Dresden Musik, Performance, Theater, Visuals und Tanz. Das Format entsteht in Zusammenarbeit mit Dresdner Nachhaltigkeitsinitiativen und erweitert den musikalischen Festivalrahmen um gesellschaftliche Perspektiven. Später gehört die Nacht dem Nachwuchs: Bei der DJ-Contest-Party in der Koralle präsentieren sich neue Talente der regionalen Szene.
Ein besonderes Erlebnis verspricht der Sonnabend in der Volkssternwarte »Adolph Diesterweg« in Radebeul. Bei »Cosmic Resonance« treffen die Live-Performances von Axoon, Coline, gammagoblin und Macro auf immersive Visuals und den besonderen Ort des Planetariums. In der Nacht zieht »DAVE OFF!« ins objekt klein a. Zwischen treibendem Schranz, Techno und Disco entsteht ein Gegenprogramm, das unterschiedliche Facetten elektronischer Tanzmusik zusammenführt.
Zum Abschluss am 8. November, verlässt DAVE erneut die vertraute Klubumgebung. Bei »Beyond The Club« in der Martin-Luther-Kirche begegnen sich das Berliner Duo Two Lanes, die Wiener Künstlerin Sia Moan und der Dresdner Visual Artist Dominic Kießling. Piano, Synthesizer, elektronische Beats und großflächige Bildwelten treten in einen Dialog mit der sakralen Architektur.
DAVE 4. bis 8. November, www.dave-festival.de
