Fast Forward

Das europäische Festival für junge Regie In Dresden

Das Europäische Festival für junge Regie »Fast Forward« lädt zum ersten Mal junge RegisseurInnen nach Dresden ein. Der viertägige Festivalmarathon vom 2. bis zum 5. November zeigt unter anderem auf den Bühnen des Staatsschauspiels Dresden und am Labortheater der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) acht Inszenierungen junger europäischer TheatermacherInnen aus Belgien, der Schweiz, Griechenland, Bulgarien, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik.

Schon für die erste Dresdner Ausgabe von »Fast Forward« ist die HfBK ein wichtiger Kooperationspartner: Studierende des Studiengangs Bühnen- und Kostümbild beherbergen die Studierenden des europäischen Festivalworkshops, sichten alle Inszenierungen des Festivals, moderieren den Festivalbrunch und suchen auf diese Art die intensive Auseinandersetzung mit ihren vielleicht zukünftigen europäischen Kolleginnen und Kollegen.

2011 am Staatstheater Braunschweig ins Leben gerufen von Generalintendant Joachim Klement (jetzt: Generalintendant Staatsschauspiel Dresden) und kuratiert von Barbara Engelhardt, steht »Fast Forward« für Entdeckungen, Nachwuchsförderung, Begegnung und für ein Theater, das sich immer wieder neu als Plattform künstlerischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung versteht.

Mit seiner Ausrichtung sowohl auf ein lokales als auch auf ein überregionales und internationales Publikum macht »Fast Forward« Dresden zum Gastgeber einer Plattform für kulturellen Austausch und grenzüberschreitende Kommunikation. Leidenschaftlich, poetisch, kritisch und undogmatisch befragen die jungen Theatertalente aus ganz Europa die Relevanz der Bühnenkunst heute.

Die Stücke, die innerhalb des Festivals in Dresden zu sehen sind, weisen ein breites Spektrum an Themen und damit einhergehend an Regiehandschriften auf. Selten hat man die Möglichkeit, derart komprimiert einen Einblick in die Themenfelder junger europäischer Regietalente zu erlangen. Kunst erzählt auch etwas über die Kontexte, in denen sie entsteht. Und so vermittelt dieses Festival etwas von den Lebensrealitäten und Bedingungen, an denen sich die TheatermacherInnen in ihren jeweiligen Herkunftsländern reiben.
Eine jedes Jahr neu zusammengesetzte internationale Jury zeichnet am letzten Tag eine/n der gastierenden RegisseurInnen aus. Der Preis ist die Einladung, eine neue Arbeit zu realisieren und in einem neuen künstlerischen Umfeld Erfahrungen zu sammeln – ab 2018 am Staatsschauspiel Dresden. Damit ist der Grundstein für die internationale Zusammenarbeit mit europäischen KünstlerInnen gelegt und die Nachwuchsförderung fest im Profil des Staatsschauspiels verankert.
Tanja Mette

Fast Forward
Europäisches Festival für junge Regie, Staatsschauspiel Dresden
2. bis 5. November 2017
www.staatsschauspiel-dresden.de