Wer lacht, gewinnt

Die Humorzone mit dem fünften Jahrgang

Olaf Schubert ist der Humorzone-Schirmherr. Foto: Amac Garbe

Wenn im Berlin seinen Goldenen Bären hat und Canne seine Goldene Palme, dann hat Dresden im März jedes Jahres den Goldenen Olaf. So darf man das güldene Logo-Reiterchen durchaus interpretieren, denn schließlich ist der Schirmher des Comedyfestivals Humorzone niemand geringeres als Olaf Schubert.
Vom 13. bis zum 17. März gibt es nun bereits – man glaubt es kaum – die fünfte Ausgabe. Die erfolgreiche Grundstruktur haben die Organisatoren dabei beibehalten, aber trotzdem noch etwas draufgesetzt. Inzwischen sind es über 100 Lachverantwortliche, die bei 58 Veranstaltungen zugange sind – ein wahres Monster von Programm.

Was über die Jahre zu beobachten ist: Die Organisatoren glauben an die Künstler, die sie einladen, sie entwicklen sie sogar. So ist es gut zu beobachten, wie so mancher, der im Thalia oder im Ostpol begann, inzwischen größere oder ganz große Säle bespielt. Und: Zu sehen sind Programme, die weltoffen, progressiv und manchmal gar experimentell sind – keine Spur von »besorgten« Dumpfbacken, die es ja längst auch in der Comedyszene gibt.

Zwischen all den Soloprogrammen sind es auch wieder die Mix-Shows, die wichtige Anker im Programm sind – vom Warm-Up (einmal mehr von Knacki Deuser moderiert), der Zotenzone und der Freakshow in der Schauburg über den Newcomer-Wettbewerb in der Keule bis zum funny Slam oder der Migrantenshow in der Scheune.

Natürlich kommen wieder gute Bekannte mit neuen Programmen in die Stadt, so etwa : Sebastian Pufpaff, Michael Hatzius & die Echse, Rolf Miller, Martina Schwarzmann, Horst Evers, René Marik, Torsten Sträter, Gernot Hassknecht, Felix Lobrecht, Eure Mütter, Helene Bockhorst, Ausbilder Schmidt, Ingolf Lück, Ingo Appelt, die feisten, die Zärtlichkeiten mit Freunden, Wladimir Kaminer, Johann König oder Vince Ebert.

Zudem schlägt die Humorzone diesmal aber auch neue Töne an, etwa mit den Gastspielen der The Umbilical Brothers aus Asutralien (16. März), der Geisterstunde mit dem Tod in der Scheune (15. März), dem irischen Singer/Songwriter Kieran Goss (13. März) oder dem Merlins-Special (17. März). Eine weitere Neuerung ist das Kraftwerk Mitte als Spielort, wo am 14. März Felix Lobrecht mit »Hype« gastieren wird, was längst ausverkauft ist.

Der Ostpol ist auch 2019 der Ort für Newcomer, Poetry sowie Experimente – und wird natürlich bestuhlt sein. So geben sich hier C. Heiland, Nils Heinrich, Tino Bomelino, Simon Stäblein, Robert Alain, Andreas Wber oder die Show Acht P.M. die Klinke in die Hand. Und noch etwas wird es im Ostpol zum zweiten mal geben: der Spaß der einfachsten, aber auch einfachen Kategegorie kommt hier am 16. März ab Mitternacht zum Zuge in der »Flachwitzzone«. Und das Beste daran: Hier darf das Publikum ran. In meheren Runden treten Witzeerzähler gegeneinander an, dazu kommen die Comedy-Stars nach ihren Auftritten, um auch ihrerseits einen vom Stapel zu lassen. Dem Sieger oder der Siegerin winkt am Ende die »Goldene Flachzange«. Durch die Show führt JB Nutsch, für Klänge sorgt Andreas Krug und eine Trashdisco mit DJ Flips Assmussen gibt es auch noch. Spaß bis in die Morgenstunden sozusagen. Den Abschluss bildet wieder die Gala – mal sehen, ob es wieder einen Überraschungsgast gibt.
JH

Humorzone 2019
13. bis 17. März, www.humorzone.de