Auf zu neuen Welten

Die 9. Dresdner Stummfilmtage

Aelita

Die Dresdner Stummfilmtage zeigen in diesem Jahr Raritäten aus den Anfangsjahren der Filmkunst zu einem Thema, das auch in den Ausstellungen der Technischen Sammlungen zu Hause ist: die von Wissenschaft und Technologie getriebenen Utopien und Dystopien der Science Fiction. Gezeigt werden Klassiker wie Fritz Langs »Metropolis« und »Aelita« nach dem gleichnamigen Roman von Alexei Tolstoi. Außerdem kommen eher selten gezeigte Werke zur Aufführung wie »Eine kosmische Reise«, entstanden unter Mitwirkung des russisch-sowjetischen Raketenpioniers Konstantin Ziolkowski, sowie »Wunder der Schöpfung«, der als Vorläufer des modernen Dokumentarfilms gilt und der hypothetische Weltraumreisen zeigt.

Für Letzteren komponierte der Musiker und Stummfilmpianist Matthias Hirth eine neue Begleitmusik, die er am Auftaktabend im Museumskino zusammen mit dem Dresdner Percussionisten Jörg Ritter uraufführen wird. Auch die weiteren Filme werden musikalisch begleitet, sei es am Piano, von der Combo der TU Bigband oder von der Dresdner Philharmonie. Neu in diesem Jahr ist die Orgelnacht, parallel an zwei verschiedenen Orten. Und zuguterletzt vertont der Wiener Stummfilmerzähler Ralph Turnheim den »Frankenstein-Film« von 1910 an einem Abend gleich drei Mal: als psychologisches Drama, als freche Komödie mit Wiener Schmäh und als Filmmusical.
Angela Stuhrberg

9. Dresdner Stummfilmtage 10. bis 17. März, Museumskino »Ernemann VII B«, Technische Sammlungen und weitere Spielorte
www.dresdnerstummfilmtage.de